Definition
Narzissmus als das System des Selbst meint alle Bedürfnisse, Befriedigungen, Affekte und Mechanismen, die an der Selbstkonstituierung, Selbstenfaltung und insbesondere der Regulation des Selbstwertgefühls beteiligt sind. (Stavros Mentzos)
Die fachliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Narzissmus unterscheidet, im Gegensatz zum modischen Gebrauch des Wortes, zwischen einem gesunden Narzissmus und einem krankhaften narzisstischen Charaktertypus.
Nach Heinz Kohut ist die Spiegelfunktion der Eltern – der Glanz in den Augen der Mutter – und damit die Bestätigung des Kindes, die Hauptkomponente für die Befriedigung narzisstischer Bedürfnisse des Kindes. In dieser Phase wird ein stabiles Selbstwertgefühl und narzisstisches Gleichgewicht grundlegend etabliert.
Die Selbstliebe, das Selbstwertgefühl und die Selbstdarstellung werden in produktiver Form manifestiert. Nur ein schlecht ausgeprägtes Selbstgefühl verlangt später nach übersteigerten Ausdrucksformen des Größenselbst.
Wichtige Namen innerhalb der Narzissmusforschung sind Grünberg, Lacan, Kernberg, Spitz (neuere Säuglingsforschung) und Kohut.
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